01.02.2013, 22:32 Uhr | t-online.de, dpa
Lange ließ Werder Bremen die eigenen Fans gegen Hannover 96 zittern, doch dann kam Nils Petersen: Innerhalb von 155 Sekunden erzielte der Stürmer in der 85. und 88. Minute beide Treffer zum hochverdienten 2:0 (0:0)-Sieg im Nord-Duell. Es ist der erste Sieg in der Bundesliga für die Gastgeber im Jahr 2013.
Vor 41.600 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion war Werder nach zuletzt zwei Niederlagen und 2:8 Toren sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Im Mittelfeld übernahm Aaron Hunt nach überstandener Oberschenkelverletzung wieder das Kommando und rückte genauso in die erste Elf wie Eljero Elia. Mit frühem Pressing setzte die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf die Hannoveraner unter Druck und erspielte sich bei Dauerregen ein deutliches Übergewicht und Chancenplus. Nach 20 Minuten standen bereits zehn Torschüsse zu Buche.
Der verschwenderische Umgang mit den Tormöglichkeiten war bei den Grün-Weißen jedoch das große Manko. So setzte Assani Lukimya bereits in der zweiten Minute einen Kopfball an die Latte. Danach scheiterte Mehmet Ekici mit einem abgefälschten Schuss (8.) und Zlatko Junuzovic mit einem Schlenzer (10.). Anschließend war es Sokratis, der per Kopf für Gefahr sorgte (10.). Doch der starke 96-Keeper Ron-Robert Zieler war in dieser Szene ebenso zur Stelle wie Mitte der ersten Halbzeit bei einem Schuss von Petersen aus halbrechter Position (22.). Kurz vor der Pause verzog Hunt in aussichtsreicher Position (45.+1).
Und 96? Mit vielen Ballverlusten machten sich die Niedersachsen, denen etliche Leistungsträger wegen Verletzungen oder Sperren fehlten, selbst das Leben schwer. Die beste Chance resultierte dabei aus einem schlimmen Fehlpass der Bremer, als Mame Diouf frei vor Werder-Keeper Sebastian Mielitz auftauchte, den Ball aber nicht richtig traf (17.). Gefährlichkeit strahlten die Gäste nur dann aus, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit verschlimmerte sich die angespannte Personalsituation von 96, als Mohammed Abdellaoue mit einer Knieverletzung vom Feld musste.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren es die Bremer, die eine Schrecksekunde zu überstehen hatten. Einen Schuss von Jan Schlaudraff von der Strafraumgrenze konnte Mielitz nur nach vorne abprallen lassen, den Nachschuss brachte Diouf aus kurzer Entfernung aber nicht im Tor unter. Der Treffer hätte wegen Abseitsstellung aber auch nicht gezählt.
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Nach einer kurzen Verschnaufpause waren die Bremer aber schnell wieder Herr der Lage. Und es wurde noch einige Mal brenzlig für Zieler, wie etwa bei den guten Chancen von Lukimya (54.), Petersen (61.) oder Hunt (68.). In der 76. Minute rettete Manuel Schmiedebach nach einem Kopfball von Sokratis auf der Linie. So dauerte bis zur 85. Minute, ehe bei den Gastgebern der Knoten platzte, als Petersen auf Vorlage von Elia traf. Kurz danach legte er mit einem sehenswerten Schuss nach und machte so den Bremer Sieg perfekt.
Quelle: t-online.de, dpa
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