16.01.2013, 09:14 Uhr | t-online.de
Ein mögliches Engagement von Pep Guardiola beim FC Bayern München ab dem nächsten Sommer ist derzeit das heißeste Trainer-Gerücht. Nun hat sich der Star-Coach zu seiner Zukunft geäußert - den deutschen Rekordmeister allerdings nicht erwähnt. "Als Spieler konnte ich den Traum, in der Premier League spielen zu dürfen, nicht realisieren“, sagte der 41-Jährige in einer Rede anlässlich des 150. Geburtstags des englischen Fußball-Verbands FA.
"Trotz alledem hoffe ich, dass ich dort eines Tages als Trainer oder Manager tätig sein darf. Ich möchte die dortigen Spieler und Trainer erleben", sagte Guardiola weiter. "Chelsea und beide Klubs aus Manchester wären eine Möglichkeit."
Einen konkreten Zeitpunkt, seinen Traum von der englischen Liga zu verwirklichen, nennt der Spanier allerdings nicht. "Ich bin immer noch jung und erst 41. Also hoffe ich, dass ich dort eines Tages tätig sein darf. Ich habe den englischen Fußball immer als faszinierend empfunden", sagte Guardiola weiter.
Zuletzt hatte der italienische TV-Sender Sky Italia eine Einigung zwischen dem FC Bayern und Guardiola als perfekt vermeldet. FCB-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte die Spekulationen zurückhaltend kommentiert. "Wichtig ist, dass wir souverän und klug auftreten", sagte er am Rande des Neujahresempfangs der DFL. "Ich habe zu den Spekulationen - ob aus England oder Italien - noch nie Stellung bezogen. So werde ich es weiter halten."
Ein Dementi vom Rekordmeister gab es trotzdem. "Das ist alles Unsinn", sagte Mediendirektor Markus Hörwick und bekräftigte: "Wir sprechen erst mit Jupp Heynckes. Er ist unser erster und einziger Ansprechpartner."
Das Hickhack um Guardiola erweckt immer mehr den Eindruck, dass die Bayern-Verantwortlichen lediglich nur noch die richtige Reihenfolge einhalten möchten. Guardiola selbst gab vor einigen Tagen zu verstehen, wie diese auszusehen habe. "Es wäre respektlos, wenn ich zu einem Verein, der aktuell einen Trainer beschäftigt, konkret etwas sagen würde", sagte der 41-Jährige am Rande einer FIFA-Gala in Zürich, als er auf den FC Bayern angesprochen wurde.
Es könnte also darauf hinauslaufen, dass der aktuelle Coach Jupp Heynckes zunächst verkünden wird, für die kommende Saison nicht mehr als Trainer zu Verfügung zu stehen. Erst dann würde die Guardiola-Verpflichtung bekanntgegeben. Eigentlich wollte man im März eine Entscheidung verkünden, doch lange wird der FC Bayern die Trainerdiskussion nicht mehr deckeln können. Deshalb soll mit Heynckes bereits im Januar über seine Zukunft gesprochen werden.
Entschließen beide Seiten, den zum Saisonende auslaufenden Vertrag des aktuellen Bayern-Trainers nicht mehr zu verlängern, wäre der Zeitpunkt für einen Abgang für Heynckes ideal. Der FC Bayern ist derzeit in allen Wettbewerben auf Titelkurs. Der Gewinn der ein oder anderen Trophäe am Ende der Spielzeit wäre der perfekte Rahmen für einen Abschied des 67-Jährigen.
Guardiola, der auch beim AC Mailand sowie Manchester City und United gehandelt wird, habe sich zuletzt in New York wiederholt mit Bayern-Vertretern getroffen. Der Spanier wird nach seinem Sabbat-Jahr, das er derzeit noch in New York verbringt, im Sommer definitiv auf die Trainerbank zurückkehren. Mit Barcelona hat der ehemalige Nationalspieler 14 Titel gewonnen, darunter zweimal die Champions League (2009 und 2011).
Quelle: t-online.de
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