19.11.2012, 09:40 Uhr | t-online.de
Es war das Ende einer Ära: Dreizehn Jahre lang zog Klaus Allofs als Manager die Fäden beim SV Werder Bremen. Nun wechselte er für viele überraschend während der laufenden Saison zum VfL Wolfsburg - über die Gründe wurde viel diskutiert. Jetzt setzte sich Allofs gegen die Vorwürfe zur Wehr, er sei rein aus finanziellen Gründen in die Autostadt gewechselt.
"Wer über 13 Jahre bei einem Klubarbeitet, dem kann doch schwerlich vorgeworfen werden, ein Söldner oder Legionär zu sein", schimpfte Allofs im "Kicker". "Ich bitte zu akzeptieren, dass es gute Gründe für meine Entscheidung gegeben hat." Die Bremer Fans hätten sich dennoch nicht gerade erfreut über seinen Abschied gezeigt. "Einige haben meinen Weggang bedauert, andere waren etwas erbost", so Allofs.

Allein auf die finanziellen Möglichkeiten bei seinem Arbeitgeber käme es nicht an. Erfolg ließe sich nicht erkaufen: "Nur indem man Geld investiert, ist kein Erfolg garantiert", erklärte der 55-Jährige. "Es gehört mehr dazu: eine Philosophie und eine Zusammenarbeit, Zuverlässigkeit und eine gewisse Wärme im Umfeld."
Dass ihm Werders Trainer-Urgestein Thomas Schaaf irgendwann zum VfL folgen könnte, schloss Allofs immerhin nicht kategorisch aus. "So etwas kann ich auch nicht machen. Ich kann aber versichern, dass es in unseren Gesprächen nicht darum ging und dass es aktuell überhaupt kein Thema ist", sagte Allofs. "Wir sind im Moment nicht auf Trainersuche und werden versuchen, die beste Lösung für den VfL zu finden."
Allofs feierte am Wochenende einen gelungenen Einstand. Mit einem souveränen 3:1-Auswärtssieg in Hoffenheim sammelten die Wölfe drei wichtige Punkte im Tabellenkeller.
Quelle: t-online.de
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