04.01.2013, 15:15 Uhr | t-online.de
Pierre-Emile Hojbjerg ist Däne, hat aber auch einen französischen Pass. (Quelle: Ulmer/Cremer/imago)
Wächst da der nächste Topstar für den FC Bayern München heran? Glaubt man den Worten von Mehmet Scholl, dürfen sich die Bayern-Fans in absehbarer Zeit auf einen Nachfolger von David Alaba, Holger Badstuber oder Thomas Müller freuen. Die hatten allesamt aus der eigenen Jugend den Sprung zu den Profis geschafft. Mit Pierre-Emile Hojbjerg steht nun der nächste heiße Anwärter parat.
"Pierre ist ein überragender Spieler, der nicht allzu lange in meinen Händen bleiben wird", sagte Scholl bereits vor einigen Monaten. "Er hat zu viel Qualität. Für diese Liga ist sein Talent auf Dauer verschenkt. Das ist schade für mich, aber sehr gut für diesen jungen Spieler", zitierte "Spox.com" den ehemaligen Weltklasse-Spieler und jetzigen Trainer der Regionalliga-Mannschaft des FC Bayern.
Aktuell ist Hojbjerg, der im Sommer 2012 von Bröndby Kopenhagen nach München kam, mit dem Profiteam im Trainingslager in Doha. Es ist bereits das zweite Mal, dass der Däne an einem Trainingslager mit Jupp Heynckes teilnimmt. Schon im Sommer war er im Trentino dabei.
Damals allerdings fehlten aufgrund der EM viele Top-Stars und der Bayern-Coach musste notgedrungen eine Reihe Nachwuchskräfte mitnehmen, um eine Vorbereitung überhaupt erst sinnvoll gestalten zu können. Dieses Mal sind allerdings alle Stars dabei und der 17-jährige Mittelfeldspieler hat es erneut geschafft.
Gemeinsam mit weiteren Talenten ist er zu Jahresbeginn mit Franck Ribéry und Co. nach Katar geflogen, um sich mit den Stars auf die Rückrunde vorzubereiten. Im Vergleich zu Torhüter Leopold Zingerle, Verteidiger Daniel Wein und Angreifer Patrick Weihrauch, der schon einen Profivertrag besitzt, ist Hojbjerg allerdings rund anderthalb Jahre jünger als seine Mitstreiter aus der Regionalliga-Mannschaft.
Gut möglich, dass er in der Saison 2013/14 noch häufiger bei den Profis auftauchen wird. "Spätestens in einem halben Jahr wird man bei ihm sagen müssen: Die Dinge, die er jetzt noch lernen muss, die lernt er nicht in dieser Liga. Die lernt er wahrscheinlich eher beim Training mit den Profis als in der Regionalliga", sagte Scholl, der mit dem FC Bayern II derzeit um den Aufstieg in die 3. Liga kämpft.
Zwar hat Hojbjerg laut Scholl "noch nicht die Athletik, die es braucht", aber körperlich sei er für sein Alter bereits sehr weit. Technisch ist er in der Regionalliga ohnehin eine Klasse für sich. Seine Stärken sind seine Vielseitigkeit und sein Torabschluss.
Quelle: t-online.de
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